Heimgang Evangelist i.R. Friedrich Havenstein

Evangelist  i.R. Friedrich Havenstein heimgegangen

Am 10.10.2017 erreichte uns  die  traurige Nachricht, dass der Evangelist i.R. Friedrich Havenstein nach langer schwerer Krankheit im Alter von 75 Jahren heimgegangen ist. Wir trauern mit seiner Ehefrau Brigitte, seinen fünf Kindern und seinen sieben Enkeln.

Wegen der zu erwartenden hohen Anzahl  von Trauergästen aus dem Flensburger Bezirk - und darüber hinaus -  fand der Trostgottesdienst, den der Bezirksevangelist Thomas Nissen -auf Wunsch des Verstorbenen-  hielt, am 21.10.2017 in unserer Zentralkirche in Flensburg statt. Der Bezirksevangelist diente mit dem Textwort: Lukas 17, 10

"So auch ihr! Wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen ist, so sprecht: Wir sind unvollkommene Knechte; wir haben getan, was wir zu tun schuldig waren."

Friedrich Havenstein stammt aus einer, aus Pommern geflüchteten  Fischerfamilie  mit drei Geschwistern. Er heiratete 1964 seine Frau Brigitte, die er später liebevoll „Ömchen“ nannte. Aus der Ehe gingen fünf Kinder und sieben Enkel hervor.

1989 konnten Brigitte und Friedrich die Silberne, im Jahre 2014 die Goldene Hochzeit feiern.

1961 empfing Friedrich mit 19 Jahren, liebevoll auch „Fiete“ genannt, das Unterdiakonenamt für die Gemeinde Hörnum, 1974 das Priesteramt und 1996 das Evangelistenamt.

Von Juli 1985 bis zur Zusammenlegung 1998 war er Vorsteher der Gemeinde Hörnum und von 1996 bis 2004  der Gemeinde Westerland.

Mit viel Freude und Eifer führte er den Konfirmandenunterricht des Bezirkes Flensburg  durch.

Der Evangelist war und ist weit über die Grenzen des Flensburger Bezirks bekannt und beliebt. Man sprach und spricht auch heute noch von ihm  als dem „Leuchtturm von Hörnum“. Ein Leuchtturm diente ihm oft als Bild für Orientierung, Wegweisung und Richtungsanzeige – aber auch als stiller Mahner in Lebens- wie auch in Glaubenssituationen.

Symbolisch  stand dafür bei der Trauerfeier ein übergroßes Leuchtturmmodell neben dem Altar.

Uwe Asmussen, Bezirksevangelist i.R. , charakterisiert ihn in dem Aufsatz “Der leere Teller“ (in: seiner Schrift „Ja. Im Norden“ Ausgabe 12 ,Seite 39) so: „Ein Evangelist, wie er im Buche steht charismatisch, deftig, herzlich, lebendig , glaubensstark, fröhlich, markant, bild – und  geschichtenreich, authentisch- in Teilen witzig.“

Er war ein Mensch von besonderer Prägung – unkonventionell in seiner Haltung, in der Seelsorge und in seiner Lebens – und Glaubensführung.

Er kümmerte sich sehr  um seine  Familie und die, die am Rande standen – ohne Vorurteile und Ausgrenzung – er vereinte Menschen, machte fröhlich und öffnete Herzen.

Er war ein „Menschenfischer“ und geprägt von großer persönlicher Bescheidenheit

Friedrich war außerdem sehr genau: Planung und Vorbereitung war ihm stets  wichtig. So hatte er bereits im Vorfeld alles, was zu seinem Trostgottesdienst  gehören sollte, festgelegt: den Dienstleiter, einige Musikbeiträge, ja selbst das Textwort.

Inhalt und Vortrag der zahlreichen Musikbeiträge haben die Herzen und Seelen sehr berührt.

Wenige Stunden vor seinem Heimgang bekundete er den zu Hause Anwesenden – Amtsbrüdern und der Familie:  Wir sind reisefertig

Dankbar erinnern wir uns an das Wirken dieser Gabe Gottes!    

Unseres FIETES !

 

Textgrundlage u.a. Brief der Kinder von Friedrich Havenstein