Erntedankgottesdienst mit Silberhochzeit in der Gemeinde Schleswig

Bischof Arvid Beckmann besuchte die Gemeinde Schleswig am 01.10.2017 zu diesen besonderen Ereignissen

"Denn von ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge. Ihm sei Ehre in Ewigkeit! Amen."
(Römer 11, 36)

Am 1. Oktober hielt Bischof Beckmann den Erntedankgottesdienst in Schleswig mit dem oben angeführten Bibelwort. Er legte die Gedanken des Stammapostels zu diesem Wort in die Herzen der Geschwister.

Wir sind uns bewusst: Vom ihm kommen alle Dinge! Wir danken Gott von Herzen für seine Segnungen. Wir vertrauen ihm, denn unser Vater kennt unsere Bedürfnisse und sorgt für uns (vgl. Mt 6, 33) und wir sind bereit zu teilen. Wir geben Gott den ihm gebührenden Teil (unserer Zeit, unserer Kräfte und unseres Einkommens) und helfen unserem Nächsten in Not.
Wir sind uns bewusst: Durch ihn sind alle Dinge! Unser Heil ist allein durch Jesus Christus möglich. Deshalb geben wir ihm die Ehre, indem wir uns unter seinen Willen stellen. Durch den Heiligen Geist sind wir in der Lage Jesus Christus, den Heiland, zu kennen. Und: Heute können wir das Heil empfangen, weil Jesus seine Apostel gesandt hat und der Geist sie und ihre Mitarbeiter, mit der nötigen Vollmacht und Heiligung ausgestattet hat.
Wir sind uns bewusst: Zu ihm sind alle Dinge! Wir glauben, dass das ganze Handeln Gottes nur darauf hinauszielt, den Menschen zu ermöglichen, in die Gemeinschaft mit ihm zu gelangen. Dieser Glaube erfüllt uns mit der Freude, bald bei Jesus zu sein; er gibt uns die Gewissheit, dass nichts Gott daran hindern kann, die Braut Christi vorzubereiten; er treibt uns dazu, unserem Nächsten das Heil in Christo zu verkünden.

Die Geschwister der Gemeinde Schleswig hatten noch eine besondere Freude. Der Vorsteher und seine Frau konnten das Fest der Silberhochzeit feiern. In der Ansprache sagte der Bischof, dass die Zeit relativ ist, dass das Zeitempfinden unterschiedlich ist. 25 Jahre sind für den, der sie mit der Hilfe Gottes hinter sich gebracht hat, eine relativ lange Zeit. Für den, der das Fest der Goldenen, Diamantenen oder gar Eisernen Hochzeit feiern kann, sind 25 Jahre relativ kurz. Entscheidend ist, dass diese Jahre mit Gott und in der Liebe zueinander gelebt wurden. Manchmal hört man, dass die Eheleute Gott als Dritten im Bunde haben sollen. Der Bischof wies darauf hin, dass Gott der Erste im Bunde sein sollte. Wenn beide Partner das wollen und praktizieren, ist die Ehe sichtbar gesegnet. Dieses Zeugnis konnte der Bischof dem Vorsteher und seiner Frau ausstellen. Er wies auch darauf hin, dass sie als Gesegnete auch ein Segen für andere sein sollen, ein Segen für die Familie, für die Geschwister der Gemeinde und für alle, die mit ihnen in Berührung kommen. Denn von ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge. Ihm sei Ehre in Ewigkeit! Amen. Dieses Wort gab der Bischof dem Ehepaar als Leitwort für die nächsten Jahre mit auf den Weg.